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Hilfen zur Sicherung der Kommunikation gehörloser Menschen am Arbeitsplatz


Gesetzliche Grundlagen

Möglichkeiten zur Finanzierung von Kommunikationshilfen für gehörlose Menschen am Arbeitsplatz gibt es seit langem (im Rahmen der so genannten "begleitenden Hilfe im Arbeitsleben"). Vor der Einführung des Sozialgesetzbuchs IX im Jahr 2001 waren diese Leistungen im "Schwerbehindertengesetz" aufgeführt. Inzwischen wurde das Schwerbehindertengesetz novelliert und als "Schwerbehindertenrecht" in das Sozialgesetzbuch IX integriert.

Vor der Novellierung wurden die Leistungen überwiegend von den Arbeitgebern beantragt und organisiert. Viele schwerbehinderte – besonders körperbehinderte – Menschen, forderten das Recht, am Arbeitsplatz selbst ihre Assistenzkraft auszuwählen und zu organisieren. Dies entspricht dem Gedanken der Selbstbestimmung, wie er auch mit der persönlichen Assistenz verwirklicht wird, die viele körperbehinderte und blinde Menschen bereits im Alltag und in der Pflege nutzen.
Ziel war es nun, einen Rechtsanspruch auf selbstorganisierte Assistenz auch für das Arbeitsleben zu schaffen. Dies wurde auch erreicht: Mit der Einführung des SGB IX wurde der persönliche Rechtsanspruch auf "Arbeitsassistenz" begründet und damit ein neues Instrument geschaffen, das die bisherigen Möglichkeiten ergänzt. Damit können gehörlose Menschen selbst die Verantwortung für die Finanzierung und Organisation von regelmäßigen Dolmetschereinsätzen (oder anderen Kommunikationsdienstleistungen) am Arbeitsplatz übernehmen.

Hier werden die Leistungen vom schwerbehinderten Menschen selbst beantragt und organisiert. Nähere Informationen dazu gibt es im Abschnitt "Selbstorganisierte Arbeitsassistenz".


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